An einem Abend Ende August schreitet ein Mann durch eine leere Gasse mit Kirmesbuden. Vorbei an einem mit einer Plane verhängten Kinderkarussell. Der Luftballon-Schießstand leuchtet schwach, er wird erst aufgebaut. Am Ende der Gasse steht ein Bierzelt, es ist nicht ganz voll, 150 Leute vielleicht. Die Blasmusik spielt. Der Mann bleibt kurz vor dem Zelt stehen, er schüttelt ein paar Hände und geht dann hinein. Ein paar Leute klatschen.

An einem anderen Abend Ende August steigt an einem anderen Ort hinter einer riesigen Parkplatz-Baustelle ein anderer Mann aus einem VW-Bus mit dunkel getönten Scheiben. Ein Pulk von Kameras erwartet ihn. Ein überdachter Zugang führt zu einer modernen Stadthalle. Der Saal ist heiß und voll, mehr als 1000 Leute stehen darin. Eine Stunde haben manche von ihnen zuvor schon auf den Einlass gewartet. An den Wänden hängen blaue und weiße Luftballons. An der Decke baumelt eine Diskokugel. Als der Mann den Saal betritt, brandet Jubel auf. Das wird den ganzen Abend über so bleiben.

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