Berlin - Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Brandenburg haben es vorgemacht. In diesen Bundesländern können 16- und 17-Jährige auf Landesebene wählen. Auch in Berlin steht das Wahlrecht ab 18 auf der Kippe. Grüne, SPD und Linke sind sowieso dafür. Auch die FDP hat sich diesbezüglich umentschieden und würde bei einem entsprechenden Antrag nun für eine Absenkung des Wahlalters stimmen. Die nötige Zweidrittelmehrheit rückt damit in greifbare Nähe. Nötig wären vier Stimmen aus den Reihen der CDU. Die Christdemokraten und die AfD mauern jedoch beim Thema. Ihr Hauptargument ist die mangelnde Reife von 16- und 17-Jährigen.

Aus wissenschaftlicher Perspektive ist das nicht nachvollziehbar. Erst im Sommer erschien die vielzitierte Studie „Wählen mit 16“ der Politikwissenschaftler Arndt Leininger und Thorsten Faas von der FU Berlin. Die Studie ist ein Beispiel für eindeutige empirische Erkenntnisse darüber, dass mangelnde politische Reife von 16- und 17-Jährigen sich nicht nachweisen lässt.

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