Hinterher ist man immer schlauer. Aber wann ist hinterher? Stunden, Tage, Jahre später? Am 25. August, an einem Sonnabend, beginnt in Chemnitz ein Stadtfest. In der Nacht zum Sonntag geraten zwei Gruppen in Streit, eine zieht ihre Messer. Daniel H., 35, ein Deutschkubaner, stirbt durch fünf Stiche.

Schon am Sonntag um 15 Uhr ruft die AfD Chemnitz zu einer Trauerfeier am Rande des Stadtfestes auf. Die Stadt bricht das Fest ab, weil fremdenfeindliche Gruppen, auch Hooligans von „Kaotic Chemnitz“, eine Spontankundgebung um 15.30 Uhr ankündigen. 800 Demonstranten ziehen dann mit ihren Parolen – „Das ist unsere Stadt“, „Wir sind das Volk“, „Für jeden toten Deutschen einen toten Ausländer“ – durch die Innenstadt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.