Berlin - Die Entscheidung war ja bereits in der Nacht zuvor gefallen. Aber erst nachdem Markus Söder am Dienstagmittag kurz nach zwölf in München vor die Presse tritt, wird es auch wirklich wahr: „Die Würfel sind gefallen“, sagt Söder. „Armin Laschet ist der Kanzlerkandidat der Union.“ Irgendwo in Berlin dürfte diesem gerade ein riesiger Stein vom Herzen fallen. Armin Laschet hatte vor einer Woche schon mal geglaubt, dass er am Ziel ist. Doch das Votum des CDU-Präsidiums für den eigenen Parteivorsitzenden war für Söder erst der Anpfiff für einen – zumindest von seiner Seite – virtuos geführten Konkurrenzkampf um die Spitzenkandidatur. Und jeden Tag, den dieses Rennen länger dauerte, machte er Boden gut.

Nun steht der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident hier vor der heimischen Presse in München und es ist erst mal vorbei. Als Söder seine Maske mit dem Bayern-Emblem abnimmt, sieht man seinen versteinerten Gesichtszügen an, dass es ihm nicht leichtfällt, das zuzugeben. Söder ist keiner, der gern zurücksteckt. Zurückhaltend formuliert. Und so sorgt er dafür, dass der Moment der Niederlage wenigstens möglichst kurz ist. Er bedankt sich bei allen, die ihn unterstützt haben. Die Liste ist lang und das soll sie auch sein. Klar wird, es waren viele vor allem an der Basis, aber auch „nahezu alle Ministerpräsidenten“  und besonders „die Jungen und Modernen, die auf Zukunft aus waren“. Söder setzt den Satz bewusst in die Vergangenheitsform.

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