BerlinEs ist eine große Freude, eine wöchentliche Kolumne zu haben, es ist manchmal aber auch eine Last. Der Platz muss gefüllt werden, im Urlaub, bei Krankheit, bei Todesfällen. Bevor ich mich hinsetzte, um diese Zeilen zu schreiben, habe ich überlegt, ob ich die Kolumne absagen soll. Zum ersten Mal in vier Jahren. In der Nacht zuvor war meine Mutter im Krankenhaus gestorben. Sie war länger krank gewesen, erst war es besser geworden, dann wieder schlechter.

Sag ab, riet mein Mann. Aber ich hatte meine Mutter vor Augen, und ich dachte, sie hätte nicht gewollt, dass meine Kolumne nicht erscheint. Ihretwegen. Sie hätte gesagt: „Kaum bin ich weg, gibst du dir keine Mühe mehr?“

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