Helsinki - Als Erstes suche ich in Helsinki einen Friseur, der mir auch ohne Termin die Haare schneidet. Denn dieser Tage in Finnland zu sein, heißt: Kurz abtauchen in ein Stück normales Leben. Zwar sind die Museen geschlossen, die öffentlichen Schwimmbäder, Saunen und sogar die Bibliotheken. Ansonsten ist Helsinki längst wieder offen, viel offener als Berlin. In Fitnessstudios sieht man Leute auf dem Fahrrad strampeln, man kann in Läden Turnschuhe kaufen oder Wolle zum Stricken, abends ein Bier trinken gehen kann man auch. Dabei sind die Infektionszahlen auch noch traumhaft niedrig. Die Inzidenz liegt in den meisten Regionen sehr deutlich unter 50. Bisher sind 655 Menschen in Finnland mit oder an Covid-19 gestorben. In Deutschland mehr als 53.000. Im Vergleich zur Bevölkerung sind das etwa sechsmal so viele Tote.

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