Berlin - Es gab mal die Idee in der CDU, Steuererklärungen müssten doch eigentlich auf einen Bierdeckel passen. Das war eine knackige Forderung, viel schneidiger als das ganze Gelaber von Lastenverteilung und Sozialstaat, und die Idee wurde mit jedem Bier auch noch immer besser. Trotzdem oder gerade deshalb verschwand sie zusammen mit Friedrich Merz vor vielen Jahren in der Versenkung, er kam bei seinen Auftritten in jüngster Zeit auch nicht mehr darauf zurück.

Nach der Bierdeckel-Nummer kam die Union auf die Sache mit der Schwarzen Null und der Schuldenbremse. Nicht mehr ausgeben, als man einnimmt, wirtschaften wie die schwäbische Hausfrau – das sind Prinzipien, die keiner langatmigen Erklärung bedürfen. Sie sind viel besser vermittelbar als lange Diskussionen über Investitionsbedarf und Negativzins. So geht klare Kante, zack, bumm, rein ins Grundgesetz – mit freundlicher Unterstützung der SPD.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.