1500 Euro hat Bundesgesundheitsminister Spahn den Pflegern für ihren Einsatz in der Corona-Krise versprochen. Bekommen haben den Bonus aber nur Altenpfleger.
Foto: imago/Westend61

Berlin - 1500 Euro sollten sie als Zeichen der Wertschätzung bekommen. Diesen Bonus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) allen Pflegekräften im April – zum Höhepunkt der Corona-Krise - versprochen. Auf Balkonen wurden Krankenhauspersonal beklatscht. Im entsprechenden Gesetz ist jedoch nur die Rede von Altenpflegern - Mitarbeiter in Krankenhäusern gehen mehrheitlich leer aus. Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), spricht von einem „Konstruktionsfehler“ des Gesetzes.

Die Ursache für diesen Fehler liege laut Verdi in der mangelnden Bereitschaft von Arbeitgeberverbänden, einen entsprechenden Bonus für alle mitzuverhandeln. „Wir haben Ende März gefordert, dass alle systemrelevanten Berufe für die Dauer der Pandemie eine Prämie bekommen sollen“, sagt Barbara Susec, bei Verdi zuständig für Pflegepolitik, der Berliner Zeitung. „Diese Aufforderung ging auch in Richtung der Arbeitgeber. Allerdings hat sich nur der Arbeitgeberverband für die Altenpflege, die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche, gemeldet und war bereit mit Verdi einen Tarifvertrag für eine Prämie auszuhandeln.“ Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben dann auf Grundlage dieses Vertrages das Gesetz für „Sonderleistungen während der Coronavirus-SARS-CoV-2-Pandemie“ auf den Weg gebracht.

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