BerlinEs wird Zeit, dass die sachgrundlose Befristung bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern abgeschafft wird. Die von der großen Koalition geplanten Einschränkungen sind zumindest ein Schritt in die richtige Richtung – wenn sie denn kommen. Derzeit ist es leider wahrscheinlich, dass das Gesetzesvorhaben Corona zum Opfer fällt. Denn das Bundesarbeitsministerium hat alle Hände voll damit zu tun, die Folgen der Pandemie zu mildern.

Sollte das Vorhaben tatsächlich nicht mehr realisiert werden, wäre das jedoch ein Schlag in die Magengrube aller grundlos befristet Angestellten. Denn die Befristung schafft ein Zweiklassensystem in der Arbeitswelt. So ist es für jemanden mit einem befristeten Vertrag beispielsweise nahezu unmöglich, eine Wohnung in einer Großstadt wie Berlin zu bekommen. Zu groß ist die Angst der Vermieter vor einem Mietausfall. Auch Banken fürchten, dass befristet Beschäftigte mit Ablauf des Arbeitsvertrags in die Arbeitslosigkeit abrutschen könnten und schrecken deshalb davor zurück, ihnen Kredite zu gewähren.

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