Wegner: Wir brauchen mehr Fachkräfte aus dem Ausland

CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner plädiert für mehr Einwanderung von Fachkräften. Er schlägt vor, Anwerbebüros im Ausland an die deutschen Botschaften und Konsu...

ARCHIV - Kai Wegner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin, spricht bei einem Interview.
ARCHIV - Kai Wegner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin, spricht bei einem Interview.Christophe Gateau/dpa/Archiv

Berlin-Berlin muss sich nach Einschätzung von CDU-Landeschef Kai Wegner stärker um Arbeitskräfte aus dem Ausland bemühen. „Wir brauchen mehr ausländische Fachkräfte“, sagte Wegner am Montag bei einer Diskussionsrunde, zu der Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin die Spitzenkandidaten der sechs im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien eingeladen hatten.

Es gebe inzwischen aber nicht mehr nur einen Fachkräftemangel, sondern insgesamt einen an Arbeitskräften, so der Christdemokrat. „Deswegen brauchen wir viel mehr Leute, die zu uns kommen, die wir gewinnen für offene Stellen in den Betrieben“, sagte der CDU-Chef. „Und hier muss Berlin attraktiver werden, hier muss Berlin wahrscheinlich noch stärker anwerben.“ Das werde die Aufgabe in den nächsten Jahren sein, sagte Wegner bei der Diskussionsrunde knapp drei Wochen vor der Wiederholungswahl.

Aus Sicht der CDU ist auch Bürokratieabbau nötig: „Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse muss schneller und effizienter sein“, teilte Wegner im Anschluss an die Diskussionsrunde mit. „Wir müssen Auslands-Service-Büros etablieren, in denen sich interessierte Menschen gezielt bewerben und vor Ort die nötigen Papiere zusammen bekommen können.“

Wegner schlägt vor, die Auslands-Anwerbebüros an die Konsulate oder Botschaften der Bundesrepublik Deutschland zu koppeln. Visa, Schulabschlüsse, Ausbildungs- und Sprachnachweise könnten dort vorgelegt und der Start in den deutschen Arbeitsmarkt auf diese Weise erleichtert werden. „Das Anwerben von Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern wird angesichts des demografischen Wandels eine immer wichtigere Säule sein, um den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen.“