Berlin/Istanbul - Der Schulleitung am Istanbul Lisesi ist etwas Außergewöhnliches gelungen. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen sind einer Meinung. Scheuer sprach von einem Verstoß gegen die Religionsfreiheit als „erneuter Beweis, dass die Erdogan-Türkei alle Brücken nach Europa abreißt“. Und Dagdelen warnte, die Bundesregierung dürfe es nicht mit Steuergeldern fördern, wenn in der „islamistischen Diktatur“ vom türkischen Präsidenten „selbst die Erwähnung von Weihnachten verboten“ werde.

Worum geht es? Am türkisch-deutschen Gymnasium Istanbul Lisesi war ein heftiger Streit um den Umgang mit dem christlichen Weihnachtsfest entbrannt. In einer E-Mail, die die Leitung der deutschen Abteilung der Schule an das Kollegium schickte, hieß es: „Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird.“
Die türkische Schulleitung wiederum dementierte, sie habe ein Weihnachtsverbot ausgesprochen, nachdem die E-Mail öffentlich geworden war.

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