Belarus: Wie eine späte DDR mit Highspeed-Internet

Mögliche Wahlfälschung und Gewalt: Das digitale Sommermärchen der belarussischen Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja endet mit Protesten.

Nach den Wahlen vom 9. August 2020 ziehen junge Belarussen auf die Straße gegen die Staatsmacht.
Nach den Wahlen vom 9. August 2020 ziehen junge Belarussen auf die Straße gegen die Staatsmacht.Foto: AP

Minsk-Erinnern Sie sich an die DDR-Kommunalwahlen am 7. Mai 1989? Wie hätte sich der Staat entwickelt, wenn ein halbes Jahr später der Parteiapparat nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen wäre? Wer heute von Berlin zehn Stunden mit dem Auto in den Osten fährt, kommt in Minsk an und kann beobachten, wie 31 Jahre später in der Republik Belarus (Weißrussland) die Methoden aus der Werkzeugkiste staatlicher Macht weiter angewendet werden. Gelenktes Staatsfernsehen und Kontrolle gehören zum Alltag. Zugleich leben die Menschen in der Republik Belarus in der Gegenwart des 21. Jahrhundert, reisen gerne und haben schnellen Internetzugang. Umso mehr sehnen sie sich nach politischer Freiheit.

Unbegrenzt weiterlesen.

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € im Monat nur 0,50 € pro Woche für die ersten 6 Monate
  • Jederzeit kündbar
0,50 € / Woche
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
16,99 € / Monat
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • Wochenendausgabe in Ihrem Briefkasten
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
19,99 € / Monat