Weniger als die Hälfte der Berliner Hunde registriert

Auch Monate nach Ablauf der Meldefrist ist das zentrale Berliner Hunderegister noch immer unvollständig. Bislang seien dort 47.840 Hunde registriert, wie ein...

ARCHIV - Ein Mann spaziert mit einem Hund bei Sonnenaufgang über einen Feldweg.  bild
ARCHIV - Ein Mann spaziert mit einem Hund bei Sonnenaufgang über einen Feldweg. bildJulian Stratenschulte/dpa/Symbol

Berlin-Auch Monate nach Ablauf der Meldefrist ist das zentrale Berliner Hunderegister noch immer unvollständig. Bislang seien dort 47.840 Hunde registriert, wie eine Referentin der Umweltverwaltung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In Berlin sind etwa 129.000 Hunde steuerlich erfasst, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Umweltverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Abgeordneten Felix Reifschneider und Holger Krestel zum Hunderegister hervorgeht. 

Die FDP hält das neue Register für überflüssig. „Die Berliner Tierfreunde haben keinen erkennbaren Mehrwert. Alle Hundebesitzer konnten bereits vor dem Berliner Hunderegister über Strukturen wie Tasso oder Findefix ihren geliebten Vierbeiner registrieren, damit entlaufene Tiere wieder nach Hause gebracht werden können - und das vollkommen kostenfrei“, so Holger Krestel. 

Seit Anfang Januar müssen Berliner Besitzer ihren Hund in einem zentralen Register anmelden. Die Übergangsfrist von sechs Monaten lief am 30. Juni aus. Der Datenschutz verbietet laut Senat eine Übernahme der Steuerdaten, daher das gebührenpflichtige Register. Es soll die Verteilung der Hunde auf die Bezirke zeigen und dazu beitragen, dass entlaufene Tiere schneller ihrem Besitzer zugeordnet werden können.

Die Anmeldung kostet online einmalig 17,50 Euro und postalisch 26,50 Euro. Ausgenommen sind Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner dieses Jahr gekauft haben und damit bereits angemeldet sind. Halter, die der Anmeldepflicht nicht nachkommen, müssen mit bis zu 10.000 Euro Strafe rechnen. 

Aktuelle Zahlen darüber, ob und wie viele Hundebesitzer bereits belangt wurden, lagen der Referentin der Umweltverwaltung nicht vor. Sie verwies an die dafür zuständigen Bezirke. Laut Antwort auf die parlamentarische Anfrage wurden aber zumindest bis Ende September noch keine Strafen verhängt.