Intensivstation inn einer Straßburger Klinik.
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ParisIn Frankreich ist die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Coronavirus-Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden weiterhin leicht gesunken. Den dritten Tag in Folge seien weniger Menschen in Kliniken gebracht worden, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Freitag. Innerhalb von 24 Stunden seien es 115 weniger gewesen als im Vergleich zum Vortag. „Es ist ein langsamer, aber stetiger Rückgang“, sagte Salomon. Wie die Agentur dpa-AFX berichtet, stieg die Zahl der registrierten Todesfälle auf rund 18.680.

Ausgangssperre gilt noch bis zum 11. Mai

Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie mehr als 34.000 Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, wieder nach Hause zurückgekehrt, so Salomon. Die erste Infektionswelle sei abgeschwächt worden, weil sich die Bürger an die Ausgangsbeschränkungen halten würden, betonte Salomon. In Frankreich gilt seit Mitte März eine strikte Ausgangssperre. Sie soll noch bis zum 11. Mai fortgesetzt werden.

Der französische Staatsrat schränkte indes die Machtbefugnisse von Bürgermeistern im Rahmen der Coronavirus-Beschränkungen ein. Diese müssten sich an die vom Staat vorgegebenen Maßnahmen halten und dürften diese nur verschärfen, wenn es Umstände in ihren Gemeinden erforderten, teilte der Staatsrat mit. Hintergrund der Verfügung war eine Gerichtsentscheidung gegen die Maßnahme des Bürgermeisters des Pariser Vororts Sceaux, der das Tragen von Schutzmasken verpflichtend machen wollte. Landesweit ist eine entsprechende Vorgabe in Frankreich nicht in Kraft.