Künstlerische Darstellung einer Explosion zweier Neutronensterne, deren Resultat Gravitationswellen sind.
L. Calçada/M. Kornmesser/European Southern Observatory/dpa

1975 ist Heiner Müller in den USA und wird nach seinen Eindrücken befragt. Bevor er sehr ausführlich darauf antwortet, erklärt er, er werde in drei Jahren „viel besser wissen, was ich jetzt gesehen habe und sehe“. Eine völlig korrekte Beobachtung, die uns helfen sollte, Reportagen richtig zu lesen. Aber natürlich gilt auch: Eine Beobachtung ist nicht schon darum besser, weil sie sehr viel Zeit hatte, von unserem Gehirn verarbeitet zu werden. Vielleicht ist es unserem Gehirn ja geglückt, das verblüffend Neue des ersten Eindrucks aufzulösen ins Altvertraute. Oder aber es wirft einfach alles zu allem, rührt es herum, und es entsteht jenes Chaos, aus dem es kaum noch ein Entkommen gibt.

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