Berlin - Ich wäre lieber zum Wandern nach Thüringen gefahren, es hätten nicht das Anaga-Gebirge und die Küsten von Teneriffa sein müssen. Das war reine Notwehr – in ganz Deutschland ist schließlich jedes Hotel und jede Ferienwohnung geschlossen. Aber irgendwann musste ich einfach raus aus dem Haus. Musste den bleiernen Wiederholungen, der fehlenden Aussicht auf Höhepunkte, dem endlosen Winter entfliehen.

Ohne unsere Nachbarn, die schon im Dezember von ihrem Kanaren-Abenteuer schwärmten, hätte ich von dieser Möglichkeit vielleicht nicht mal Notiz genommen. Wäre erst jetzt, nach Rücknahme der Mallorca-Reisewarnung, in den kollektiven Urlaubstaumel eingefallen. Doch mir hatte schon Ende Februar eine agile Reiseverkäuferin am Telefon geraten: Buchen Sie! Lassen Sie sich nicht irritieren von dem Begriff Reisewarnung, die ist doch kein Verbot! Sie weist nur auf Gefahren hin. Aber ehrlich, die Ansteckungsrisiken sind auf den sommerlichen Inseln geringer als bei uns im nasskalten Deutschland. Fahren Sie manchmal S-Bahn? Na bitte. Auf den Inseln geht es viel entspannter zu, so wenige Touristen, wie da sind.

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