Berlin - Fürchten Sie sich auch vor der Gender-Lobby? Dieser perfide Kampfbegriff wurde dafür geschaffen, sich tief in Ihre Vorstellungswelt zu brennen, wenn LGBTI ihre Rechte auf Anerkennung und körperliche Unversehrtheit einfordern. Nicht nur in Ungarn oder Polen, auch in Deutschland wird die diffuse Bedrohung von scheinbar entgegengesetzten Extremen beschworen: Rechte Kreise fürchten um traditionelle Werte, linke Feministinnen lasten den vermeintlich finanzstarken Gender-Lobbyisten an, angeblich Sicherheit und gesellschaftliche Sichtbarkeit von Frauen zu gefährden.

Was die Arbeit der maßgeblichen Interessensverbände für Trans- und Intersexualität am Laufen hält, sind aber wohl kaum die mageren öffentlichem Zuwendungen, dafür ein erstaunliches Maß an ehrenamtlichem Engagement. Dafür, dass sie verzweifelten Menschen helfen, werden Mitarbeitende von Beratungsstellen oder Vereinigungen wie der Deutschen Gesellschaft für Transsexualität und Intersexualität (dgti) mit unfairen Methoden öffentlich attackiert, täglich auf Twitter und Facebook, immer öfter auch in Qualitätszeitungen und selbst im Bundestag.

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