Wetter in Berlin und Brandenburg: Meteorologe sagt Dürre-Drama ohne Regen voraus

Berlin/Wiesbaden - Wir befinden uns mitten im meteorologischen Herbst, und man könnte meinen, der Sommer startet noch einmal richtig durch.

Noch einmal bis 30 Grad möglich

Deutschlandweit sind diese Woche Spitzenwerte von bis zu 30 Grad drin - mit bis zu 27 Grad rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in unserer Region. Schauer deuten sich erst wieder ab Donnerstag an, und das zunächst auch nur im Westen Brandenburgs. Am Freitag könnten auch in anderen Teilen der Region ein paar Tropfen fallen - bei weiterhin sehr warmen Höchstwerten von bis zu 26 Grad.

Der Sommer schert sich scheinbar überhaupt nicht darum, dass seine Zeit abgelaufen ist: „Es ist weiterhin für die Jahreszeit deutlich zu warm", urteilt Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net). Wann hat es so etwas schon einmal gegeben? In der Ostsee werden immer noch 20 Grad gemessen - oft war das nahe Meer selbst im Hochsommer kühler. In den Seen unserer Region liegt die Temperatur teils noch ein, zwei Grad höher.

Das Badewetter könnte sich durchaus auch nach dem Wochenende in die kommende Woche fortsetzen.

Bis November kaum Regen in Sicht

Die Schattenseite: Der seit Monaten dringend erhoffte  Landregen ist ist weiterhin nicht in Sicht. Langfristige Klimaprognosen legen nun nahe, dass das Dürredrama sich sogar noch weiter bis hin zum Jahresende fortsetzen könnte.

Die US-Wetterbehörde NOAA erwartet in ihrem aktuellen Klimatrend, dass nicht nur September, sondern auch Oktober und November deutlich trockener als im langjährigen Mittel ausfallen werden. Erlösung wäre demnach nicht vor Winter zu erwarten: Ab Dezember könnten wir mit mehr Niederschlägen als üblich rechnen.

Im Winter drohen trübe Regentage

Wer sich nun allerdings schon einmal auf weiße Winterlandschaften freut, den wird die Langfristprognose enttäuschen: Die NOAA rechnet nämlich mit milden Temperaturen, was die Wahrscheinlichkeit von Schneefällen in unseren Niederungen deutlich senkt. Einstellen sollten wir uns eher auf ungemütlich-feuchte Wintertage unter grauem Himmel. Bis dahin steuern wir allerdings zunächst einmal in einen ungewöhnlich trockenen Herbst, der sich wohl noch bis in die zweite Septemberhälfte wie eine Verlängerung des Dauersommers anfühlen dürfte.