Tel Aviv - Der beschwipste Römerhauptmann hat das Visier seines Plastikhelms heruntergeklappt. Die tanzenden Perückenträger, Engelchen und Piraten um ihn haben ihre Schutzmasken unters Kinn geschoben oder tragen überhaupt keine. Während in Europa und der Welt in diesem Jahr fast alle Karnevalsveranstaltungen abgesagt wurden, feierten in Tel Aviv Ende Februar Tausende Jugendliche in bunten Kostümen ausgelassen das Purimfest – fast so, als gäbe es auf dieser Erde keine Pandemie.

Bis mancherorts die Polizei anrückte, konnte man auf Dachterrassen, auf den Balkonen von Studierenden-WGs und auf der Straße Gruppen von Jugendlichen beim Tanzen und Trinken beobachten. Viele feierten nicht nur Purim, zu dem man sich in Israel gewöhnlich wie beim Karneval verkleidet und auf Partys und Maskenparaden vergnügt. Sie schienen auch den Aufbruch in ein neues Leben nach Corona zu feiern, allen Restriktionen und Warnungen der letzten Tage zum Trotz.

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