Dhulikhel - Erst wechselte die dunkle Gesichtsfarbe in ein kränkliches wirkendes blasses Gelb. Dann trat Fahrer Suresh Gurung voll auf die Bremse. Er fürchtete, sein Wagen könne von den Erschütterungen umgeworfen werden. Wie ein Boot bei kräftigem Seegang schwankte der Jeep von links nach rechts. Bewohner der Häuser in Banepa, einem Städtchen rund 20 Kilometer südöstlich vom Nepals Hauptstadt Kathmandu, rannten in Panik auf die Straße in eine dicke Staubwolke.

Ein Gebäude hatte Nepals zweites schweres Erdbeben innerhalb von drei Wochen nicht widerstanden. Der Beton und die Steine der unteren zwei Stockwerke wurden mit lautem Getöse plattgedrückt wie Flundern. Die oberen Etagen drückten sich wie im Zeitlupentempo träge, aber unaufhaltsam gegen ein Nachbargebäude und zerquetschten die Seitenwand. Alle Bewohner waren rechtzeitig entkommen.

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