Die Schatten von einem Mann und einem schaukelnden Kind fallen auf Sand auf einem Spielplatz.
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Berlin - Matthias Katsch war 13, als es losging. Der Sportlehrer, ein Jesuit, misshandelte ihn immer wieder stundenlang mit Schlägen auf den nackten Hintern. Der Lehrer sprach von einer Erziehungsmaßnahme mit Heilwirkung. Dass hier ein Sadist Befriedigung suchte, ahnte Katsch, der damals am katholischen Canisius-Kolleg in Berlin zur Schule ging, nicht. Jahrelang hat der heute 56-Jährige diese Dinge „weggepackt in den hintersten Winkel“, wie er sagt. Seit zehn Jahren führt der studierte Philosoph und Managementtrainer nun einen politischen Kampf für Aufarbeitung, Entschädigung und mehr Kinderschutz - unter anderem als Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, als Chef der Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ und als Buchautor.

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