Deutschland will bis 2050 klimaneutral werden. Die Denkfabrik Agora Energiewende legte hierfür einen Fahrplan vor.
Foto: dpa/Christophe Gateau

Berlin - Die EU, Großbritannien, Japan und Südkorea haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen bis 2050 klimaneutral werden, um die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Doch wie kann es gelingen, keine Treibhausgase mehr in die Luft zu blasen? Antworten für Deutschland geben die Denkfabrik Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und die Stiftung Klimaneutralität. Sie sind Auftraggeber der einjährigen Studie „Klimaneutrales Deutschland“. Die von den Wissenschaftlern von Prognos, dem Öko-Institut und Wuppertal-Institut ermittelten Ergebnisse legten sie in Form eines Fahrplans am Donnerstag in der Bundespressekonferenz vor.

„Wir haben dieses Projekt aufgesetzt, als klar wurde, dass die Bundesregierung zwar die Klimaneutralität bis 2050 beschlossen, aber keinen Plan dafür hat“, sagte Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende. Eine Etappe auf dem Weg zur Klimaneutralität sei demnach die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 65 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990. Ab diesem Zeitpunkt solle nur noch in klimaneutrale Technologien investiert werden, um die Emissionen in einem zweiten Schritt bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren. Nach dem Atom- und Kohleausstieg folge perspektivisch der Öl- und Gasausstieg.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.