Berlin - Während der Corona-Krise wurde besonders Familien einiges abverlangt – Homeschooling und geschlossene Kitas stellten Eltern nicht nur vor organisatorische Herausforderungen. Auch die finanzielle Belastung war hoch – wenn Vereinbarkeit von Familie und Beruf wieder einmal hieß, Arbeitszeit und somit Gehalt zu reduzieren, um die fehlende Kinderbetreuung auffangen zu können. Die Politik will Familien nun entlasten. Ansätze dazu finden sich in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl im September.

CDU/CSU: Die Union will Beschäftigten flexible Arbeitszeiten ermöglichen. Allerdings soll mobiles Arbeiten nicht gesetzlich festgeschrieben werden, sondern auf Basis sozialpartnerschaftlicher Regelungen passieren. Bezogen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht sie in ihrem Wahlprogramm auch davon, die sogenannten Zeitwertkonten praktikabler gestalten zu wollen. Das bislang eher rar genutzte Instrument ermöglicht Arbeitnehmern, die Abweichung der geleisteten Arbeitszeit von der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit festzuhalten. „Eltern sollen angesparte Zeit einsetzen können, um in der Familienphase ohne finanzielle Nachteile weniger zu arbeiten“, heißt es im Wahlprogramm. So sollen auch staatliche Fördermittel auf Familienzeitkonten gebucht werden können.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.