Berlin - In einer Sitzungspause des Deutschen Bundestags, zwischen Debatten und Abstimmungen zu Bundeswehr-Auslandseinsätzen, Infektionsschutzgesetz, Impfpass und vielem mehr gibt mir Dirk Wiese einen Einblick in die Gemütslage an der Basis seiner Partei. Der SPD-Abgeordnete ist Sprecher des Seeheimer Kreises, gesetzt als Direktkandidat im Hochsauerlandkreis. Seine Wahlchancen dort vergleicht er mit dem wackeren Zweitligisten Holstein Kiel – auch der habe ja gegen Bayern München gewonnen. Die Bayern verkörpert in diesem Vergleich Friedrich Merz. Ausgerechnet gegen den ehrgeizigen CDU-Kandidaten muss sich Dirk Wiese nun beweisen, nachdem Merz im Arnsberger Fußballstation „Große Wiese“ die Kampfabstimmung um die CDU-Direktkandidatur gegen Patrick Sensburg gewann. Für Merz lockt der fünfte Wahlsieg als Direktkandidat, die SPD würde diesen konservativen südwestfälischen Wahlkreis zum ersten Mal überhaupt erobern.

Als solide und bodenständig beschreibt Dirk Wiese die Haltung seiner sauerländischen SPD. Die Region Südwestfalen sei mittlerweile die drittstärkste Industrieregion Deutschlands, mittelständig und exportorientiert. Unternehmerinnen und Unternehmer wohnen dort seit Generationen. „Es geht nur gemeinsam mit der Wirtschaft, sich den Herausforderungen zu stellen“, ist Wiese überzeugt.

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