Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz (SPD)
Foto: imago images/Xinhua

Berlin - Robert Riedel wird Olaf Scholz sicherlich nicht wählen. Der in der vergangenen Woche nominierte Kanzlerkandidat der SPD kann dem Trockenbauer und Fliesenleger aus Berlin-Kaulsdorf gestohlen bleiben. Mit dieser etwas flapsigen Formulierung kann man zusammenfassen, was Robert Riedel, 56 Jahre alt, so denkt über sich und die einstige Arbeiterpartei. Mit den Arbeitern habe sie jedenfalls nicht viel zu tun, findet er. Um der Sache etwas Nachdruck zu verleihen ruft er mal alle Kollegen an, die er kennt, und fragt sie, was sie von Scholz halten. Genau dasselbe wie er, vermeldet er dann. „Ich glaub dem kein Wort. Wir Handwerker fühlen uns verraten“, sagt er.

Seit die SPD Scholz als ihren Kanzlerkandidaten kürte und damit den Wahlkampf eröffnete, wird der Bundesfinanzminister und Vizekanzler, 62 Jahre alt und in Osnabrück geboren, täglich neu begutachtet. Fragt man stichprobenweise Arbeiter, kommt eine bunte Mischung an Gründen zutage, warum sie von dem Kandidaten nicht begeistert sind. Das meiste hat weniger mit Olaf Scholz und seiner Persönlichkeit zu tun, dafür aber umso mehr mit seiner Partei. Folgt man Robert Riedel, haben die Arbeiter die SPD aufgegeben.

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