BerlinSeit mehreren Monaten, seitdem die Infektionszahlen wieder steigen, fehlt in kaum einer öffentlichen Aussage zum Thema Corona der Vergleich mit dem ersten Lockdown im März. Damals, als Geschäfte und Schulen geschlossen waren, verharrte die Nation in Schockstarre. Das Coronavirus – neuartig, unberechenbar, gefährlich – war die unsichtbare Bedrohung, die vor keinem Winkel der Erde haltmachte.

Inzwischen ist das Virus nicht mehr ganz so neuartig, aber noch ebenso gefährlich wie vor neun Monaten. Und doch scheint es seitdem viel von seinem Schrecken verloren zu haben. Die große Ungewissheit zu Beginn der Pandemie ist einem Alltag gewichen, in dem alle gelernt haben, mehr oder weniger gut mit dem Virus zu leben, sich mit der Bedrohung zu arrangieren. Wir gehen zur Arbeit, in die Schule, treffen Freunde. Tragen dabei Maske, halten Abstand. Gefahreneindämmung als Routine, wird schon nichts passieren.

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