Die Debatte über den Einfluss der Ostdeutschen auf die Geschicke dieser Republik ist so intensiv wie vielleicht noch nie seit der Wiedervereinigung. Sie gilt zunächst den Eliten insgesamt. Aber auch in engeren politischen Zusammenhängen heißt es, dass die Ostdeutschen in Führungsfunktionen zu wenig vertreten seien. Die Belange und Interessen des Ostens kämen so immer zu kurz.

So beklagten führende Intellektuelle erst gerade wieder in der Süddeutschen Zeitung, dieses Land werde vom Westen dominiert. Sie verlangten Korrekturen. Gemeint waren nahezu alle Bereiche des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens. Unter den Kritikern war der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger – selbst ein Ostdeutscher–, der die Eliten-Debatte in der Berliner Zeitung angestoßen und von „kulturellem Kolonialismus“ gesprochen hatte.

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