Berlin - Seit einiger Zeit geistert eine erstaunliche These durch Medien und soziale Netzwerke. Gehen von LGBTIQ, konkreter: trans Personen, Gefahren für Frauen aus? Diese Frage bejaht Susan Vahabzadeh im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, die Indizien für ein „Verschwinden der Frauen“ auszumachen glaubt. Einen Schritt weiter gehen einige radikale Feministinnen, die trans Frauen gleich unter Femizid-Tatverdacht stellen. Dieser Spur jagt Rona Duwe nach, fabuliert, trans Frauen seien keine Frauen, sondern Männer. Auf Twitter prangert die Bloggerin angebliche Bestrebungen an, „Frauen … zum Schweigen zu bringen“ und  „keine geschlechterspezifischen Gewaltstatistiken“  mehr zuzulassen.

Spiegelverkehrt argumentiert die Aktivistin Kristina Wolff mit Ausschnitten just der  geschlechterspezifischen Gewaltstatistik des Bundeskriminalamtes, dass Ängste vor einem Selbstbestimmungsgesetz für trans Personen gerechtfertigt seien. Frauen führen die Opferstatistik sexualisierter, vor allem häuslicher Gewalt an, die Tatverdächtigen sind ganz überwiegend Männer. Nur, wo in den Zahlen verstecken sich die vermeintlich gefährlichen trans Personen?

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