Hamburg - Es ist ein normales kleines Glas, in das man eine Teelichtkerze setzen kann. Zwei, drei Euro mag es kosten. Höchstens. Das Glas steht auf einem Schachtisch unter einer Deckenlampe. Als ich es anhebe, um die auf dem Boden angebrachte Inventarnummer zu lesen, stoße ich mit dem Teelicht an den metallenen Schirm der Lampe. Der dumpfe Klang hallt nach im Raum. Die beiden Männer neben mir halten die Luft an. „Oh Gott“, stöhnt Ulfert Kaphengst. Dann löst ein nervöses Lachen die Spannung im Raum. Nichts kaputtgegangen. Glück gehabt.

Das Glas ist nicht irgendeines. In ihm mag häufig eine Kerze gebrannt haben, wenn Helmut Schmidt, der von 1974 bis 1982 Bundeskanzler war, an diesem Tisch saß und mit seiner Frau Loki Schach spielte.

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