Wohnung von Berliner Fußballer Änis Ben-Hatira durchsucht - Anti-Terror-Razzia

Berlin - Die Wohnung des ehemaligen Bundesligaprofis Änis Ben-Hatira ist am Mittwoch im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmaßliches deutschlandweit aktives Salafistennetzwerk durchsucht worden. „Ich finde es stillos, dass man mich mit Sachen in Verbindung bringt, von denen ich mich klar distanziert habe – von jeglicher Form der Radikalisierung und des Terrorismus“, sagte der frühere tunesische Fußball-Nationalspieler dem Nachrichtenportal t-online.de.

Ben-Hatira hatte mit verdächtigen Vereinen kooperiert

Im Mittelpunkt der Aktion standen die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Vereine Ansaar International, mit dem Ben-Hatira in der Vergangenheit bei mehreren Hilfsprojekten kooperiert haben soll, und WWR Help. Das teilte das Bundesinnenministerium in Berlin mit. Hintergrund war demnach der Verdacht, dass das Netzwerk die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas finanziell und propagandistisch unterstützt.

„Ich habe nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Jeder ist bei mir willkommen. Das nächste Mal können sie ruhig warten bis ich in Berlin bin. Dann öffne ich gerne selber die Tür“, sagte Ben-Hatira.

Knapp 800 Polizisten hatten am Morgen zeitgleich rund 90 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein durchsucht. (SID)