Berlin - Das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst haben den Einsatz einer Spähsoftware des US-Nachrichtendienstes NSA eingeräumt, die massenhafte Weitergabe von Daten aber bestritten. Äußerungen des früheren NSA-Chefs Michael Hayden legen nahe, dass die deutschen Dienste seit langem in die umstrittenen US-Ausspähprogramme eingebunden sind: «Wir waren sehr offen zu unseren Freunden», sagte er.

Nach seiner Darstellung hatten die USA ihre Kooperation mit den Europäern nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 massiv ausgeweitet - und keinen Zweifel an den Zielen gelassen. «Wir waren sehr klar darüber, was wir vorhatten», sagte Hayden im ZDF. Dies lässt darauf schließen, dass die Zusammenarbeit der Dienste schon unter Rot-Grün ausgebaut und unter den späteren Bundesregierungen fortsetzt wurde. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe warf der Opposition, die seit Wochen auf Aufklärung dringt, deshalb «Heuchelei» vor.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.