Berlin/Passau - Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist einem Medienbericht zufolge seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. Im Januar habe das Bundeskriminalamt 1.226 Fälle registriert, im Februar seien 1.436 politische Straftaten gemeldet worden und im März 1.669, berichtete die „Passauer Neue Presse“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD.

Unter den politisch motivierten Straftaten im März habe es 102 Gewalttaten und 724 Propagandadelikte gegeben.
Der Anstieg beziehe sich auf alle Kernbereiche, hieß es weiter. 999 Straftaten wurden den Angaben zufolge auf rechtsextreme Motive zurückgeführt, 122 Straftaten mehr als im Januar.

„Nur“ 367 Straftaten von Linksextremisten ausgeführt

Auf das Konto von Linksextremisten gingen nach dem Bericht im März 367 Straftaten, was einem Anstieg um 140 gegenüber dem ersten Monat des Jahres entspreche.
Ausländischen Ideologien seien im vorvergangenen Monat 71 Straftaten zugeordnet worden, knapp 30 mehr als im Januar.

Bei den religiös motivierten Straftaten sei die Zahl von 38 Fällen im Januar auf 68 Fälle im März gestiegen. Bei rechtsextremen Strafdelikten habe es sich überwiegend um Hasskriminalität (282) und fremdenfeindliche Taten (245) gehandelt.

Bei linksextremen Taten sei es in 187 Fällen um eine Konfrontation mit rechtsextremen Gruppierungen gegangen. Erstmals in diesem Jahr seien im März drei Menschen durch politisch motivierte Taten getötet worden. Dabei habe es sich um Gewalt gehandelt, die durch religiöse Ideologie motiviert gewesen sei. (epd)