Zeit wie Sand hatte während Corona nicht jeder. 
Foto: imago images/Mario Aurich

Vor mehr als 100 Jahren stellte Albert Einstein die Physik auf den Kopf, als er die bis dahin als konstant betrachtete Zeit als eine relative Größe entlarvte. Obwohl objektiv messbar, vergeht Zeit eben nicht überall und für jeden gleich schnell. Doch der Unterschied ist so klein, dass er auf der Erde kaum ins Gewicht fällt. Zeit ist aber nicht nur ein Forschungsobjekt in der Physik, sondern auch in der Psychologie, denn sie hat viel mit unserer Wahrnehmung zu tun. Auch hier vergeht Zeit, zumindest scheinbar, unterschiedlich schnell – und zwar deutlich.

Wie aus einer in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlichten Studie hervorgeht, haben viele Menschen den Lauf der Zeit während der ersten Corona-Welle anders wahrgenommen als sonst. Ein Team um Ruth Ogden von der John-Moores-Universität in Liverpool befragte dafür rund 600 Menschen in Großbritannien zwischen dem 7. und 30. April in einer Online-Umfrage zu Zeitempfinden, Gemütszustand und persönlichen Umständen. Die Kontaktbeschränkungen haben nach Ansicht der Autoren eine seltene Gelegenheit geboten, um zu studieren, wie sich Störungen des alltäglichen Lebens auf die Wahrnehmung von Zeit auswirken.

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