Hinter den hohen Bergen leben die glücklichsten Menschen der Welt, so erzählt man es sich von Bhutan, dem kleinen Königreich im Himalaya, das von seinen Einwohnern Druk Yul, das Reich des Donnerdrachens, genannt wird. Was wie ein Märchen klingt, ist auch längst nicht Realität für alle, denn Bhutan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Doch dafür ist das Glück dort Staatsziel: Seit dem Jahr 2008 steht in der Verfassung, dass das Wohlbefinden der Nation Vorrang hat – und nicht ein möglichst rasches Wirtschaftswachstum. „Bruttonationalglück ist wichtiger als Bruttoinlandsprodukt“, so lautet die Parole, die einst der König ausgegeben hat. Damit das keine Utopie bleibt, wurde das Gross National Happiness Centre begründet, eine Kommission, die Fünfjahrpläne in puncto steigender Lebensqualität entwickelt. Geleitet wird sie von Dr. Ha Vinh Tho, der lange Jahre für das Rote Kreuz die Krisenregionen der Welt bereiste und nun mit vorangeht auf einem buddhistische Sonderweg des Fortschritts.

Sie sind quasi der oberste Glücks-Theoretiker des Landes. Werden Sie nicht unweigerlich von allen nach dem Patentrezept zum Glücklichsein gefragt?

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