Berlin - Salami-Taktik, so kann man die Vorgehensweise des Künstlerkollektivs Zentrum für politische Schönheit (ZPS) wohl bezeichnen.  Seit rund zwei Wochen veröffentlichen die Berliner Künstler alle paar Tage neue Scheibchen ihrer öffentlichkeitswirksamen Protestaktion gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke  - und lassen ihre Provokationen damit immer wieder aufleben und weiterleben. Ihr neuester Clou: Die Aktivisten behaupten, sie hätten die DNA des Rechtsaußen-Manns in einem österreichischen Labor analysiert und dabei „Lustiges“ herausgefunden.  Dieses soll nach Aussage der Künstler nämlich herausgefunden haben, dass der AfD-Politiker ein „ausgewanderter Portugiese“ sei und damit – O-Ton Höcke – kein „Abstammungsdeutscher“.

Die Künstler  zitieren dabei aus einem angeblichen Gutachten: „Die Datenbank-Suche mit allen 16 DNA-Markern hat vier Treffer ergeben, die allesamt der europäischen Population zuzuordnen sind. Der Treffer in der gemischten Bevölkerung Brasiliens kann als ausgewanderter Portugiese interpretiert werden. Somit wären zwei der Treffer ethnisch in Portugal anzusiedeln, einer in Frankreich, und einer in Nordpolen."  Höcke sei damit nicht länger „für den völkischen Rassismus in Deutschland“ redeberechtigt, finden die Künstler.

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