Die Stahlsäule nahe des Reichstagsgebäudes muss entfernt werden.
Foto: dpa/Christophe Gateau

BerlinDie von dem Künstlerkollektiv „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) in Sichtweite des Reichstagsgebäudes in Berlin aufgestellte Stahlsäule muss nach Angaben der zuständigen Bezirksverwaltung entfernt werden. „Den Verantwortlichen wurde eine Frist zur Beseitigung bis 20.12. gesetzt“, teilte Stadträtin Sabine Weißler vom Bezirksamt Mitte am Dienstag auf Anfrage mit. Danach werde das Bezirksamt die Säule entfernen, die inzwischen einbetoniert worden sei. „Dafür gibt es keine Genehmigung.“

Das für seine umstrittenen Aktionen bekannte Künstlerkollektiv hatte die Säule am Montag vor einer Woche auf dem Gelände der früheren Krolloper gegenüber des Reichstagsgebäudes aufgestellt, zunächst ohne Betonfundament. An der Aktion des ZPS hatte es kurz darauf heftige Kritik gegeben, weil das Kollektiv behauptete, die Stahlsäule enthalte Asche von Opfern der Massenmorde der Nazis. Die Künstlergruppe hatte in Berlin und weiteren Städten sogenannte Gedenkstätten für jüdische Opfer des NS-Regimes errichtet.

Am Freitag wurde die Installation vor dem Berliner Reichstag zumindest teilweise wieder abgebaut, wie die Berliner Zeitung erfuhr. Die Säule wurde entfernt, auf einen Transporter geladen und weggefahren. Wohin, war zunächst unklar ebenso wie die Frage, was nun mit der Säule geschieht. Anschließend stellten die Künstler eine neue Stahlsäule auf.