Paris - Eben noch hing das Chamäleon eingerollt am Ast. Nun ist da nur noch der Ast – für ein paar Augenblicke jedenfalls. Denn schon stürmt dieser Federball auf Stelzen aus dem Gehölz. Der Vertreter einer offenbar draufgängerischen Laufvogelart stoppt erst, als Mensch und Tier, Schuhsohlen und Krallen, ernsthaft aneinanderzugeraten drohen. Vom Kaiman dagegen fehlt jede Spur. Eine Stunde harrt er nun schon, den Blicken der Besucher entzogen, in Graben, Dickicht oder Wasserloch aus, denkt gar nicht daran hervorzukommen. Ob er die hier ebenfalls beheimatete, 600 Kilogramm schwere Süßwasserseekuh gefressen hat? Von ihr ist nämlich auch nichts zu sehen.

So ist das halt auf Madagaskar. Da machen die Tiere, was sie wollen, zeigen sich dem Menschen, wenn ihnen danach zumute ist. Aber eben auch nur dann. Und so ist das halt auch hier im neuen Pariser Zoo, in dem Klima, Flora und Fauna der vor Ostafrika liegenden Insel und vier weiterer Weltengegenden nachempfunden wurden. 167 Millionen Euro wurden in drei Jahren verbaut.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.