Kaileigh Fryer liebte roten Lippenstift und tanzte leidenschaftlich gern. Sie war neunzehn und hatte viele Sehnsüchte für ihr Leben. Ohne Plan und Ziel mit einer Harley Davidson durch die Gegend fahren. Ein Buch schreiben. Fallschirmspringen. Mit Delfinen schwimmen. Ein Lied komponieren. Das Polarlicht sehen. Es waren jedoch beileibe nicht nur Jungmädchen-Träume von der großen Liebe und der weiten Welt. Die 19-jährige Australierin hatte auch durchaus philanthropische Ambitionen. So wollte sie ein Waisenhaus gründen, eine Essenstafel für Obdachlose organisieren oder ein Kind adoptieren.

Kaileigh Fryer ist nicht mehr dazu gekommen, ihre Ideen zu verwirklichen. Die Menschen, die ihr am 18. Mai zu ihrem zwanzigsten Geburtstag gratulierten, schickten ihre Glückwünsche in den Himmel. Am 9. April ist die junge Frau aus Bateman’s Bay, einer 12000 Einwohner zählenden Kleinstadt 280 Kilometer südlich von Sydney und 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Canberra, bei einem Autounfall in Sydney gestorben. Dort studierte und arbeitete sie.

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