Zürich - 220 Passagiere eines Swiss Airline-Fluges wollten am Karfreitag-Abend eigentlich zum Flughafen Newark bei New York in die USA fliegen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen kreisten sie an Bord eines Airbus A 330-300 gemeinsam mit zwölf Besatzungsmitgliedern mehr als fünf Stunden lang im schweizerisch-deutschen Luftraum.

Wie die schweizerische Zeitung „Blick“ berichtet, gab es kurz nach dem Start um etwa 21 Uhr ein technisches Problem am linken Triebwerk. „Aus Sicherheitsgründen wollte der Pilot einen Flug über den Atlantik nicht riskieren“, zitiert die Zeitung einen Sprecher der Airline.

Einfach wieder landen ging nicht

Einfach wieder in Zürich landen und das Problem beheben lassen konnte der Pilot aber auch nicht. Denn für eine Landung ist ein vollgetankter A330 zu schwer. Der A330 führt vollgetankt etwa 76 Tonnen Kerosin mit. Er hat ein maximales Startgewicht von 242 Tonnen, aber ein maximales Landegewicht von nur 187 Tonnen, wusste die Fachzeitschrift „aerotelegraph“ zu berichten.

Anders als bei anderen Flugzeugtypen kann der Treibstoff aber auch nicht einfach abgelassen werden. Es blieb also nur die Möglichkeit, stundenlang im Kreis zu fliegen und Kerosin zu verfeuern.

Über Aargau, Allgäu und Schwarzwald gekreist

Und das tat der Pilot dann auch. Immer im Kreis zwischen Basel, dem Kanton Aargau und dem Münchener Luftraum, zwischendurch auch mal über dem Schwarzwald und dem Allgäu. Nach 2 Uhr nachts durfte der Swiss Flug mit der Nummer LX18 dann wieder mit Ausnahmegenehmigung in Zürich landen. 

Am Boden machten sich derweil Luftverkehr-Enthusiasten so ihre Gedanken über den kreisenden Riesen-Vogel mit 60 Metern Spannweite.  

Einige Stunden später vermeldete ein Twitter-User, der Swiss-Flug LX18 sei wieder in Zürich gelandet.

Der Sprecher der Fluggesellschaft betonte, es habe zu keiner Zeit eine Gefahr für Passagiere und Besatzung gegeben. (ps)