Hunderttausende Polinnen und Polen sind am Sonntag im ganzen Land auf die Straße gegangen – doch sie wollten nicht protestieren, sondern in der populären Aktion „Großes Orchester der Feiertagshilfe“ (WOSP) Geld für Kinder und Alte spenden. Ganz besonders freute das die regierenden Nationalkonservativen von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Eigentlich steht die PiS der alljährlichen Kampagne kritisch gegenüber. Doch in diesem Jahr konnte es die Regierung als ihren Erfolg verbuchen, dass die größte Mobilisierung an diesem Wochenende eben vom WOSP ausging – und nicht vom Komitee zur Verteidigung der Demokratie (KOD), das einen Tag zuvor zu Protesten gegen das neue Mediengesetz aufgerufen hatte, mit dessen Hilfe die PiS in Windeseile die Kontrolle über die öffentlich-rechtlichen TV- und Radioanstalten übernimmt.

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