Der Deutsche Presserat hat Leserbeschwerden über einen Kommentar von Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner zur Homo-Ehe als unbegründet abgewiesen. Es liege kein presse-ethischer Verstoß vor, erklärte das Selbstkontrollorgan und bestätigte Medienberichte. Die Post von Wagner vom 23. August dieses Jahres wurde von einigen Lesern als diskriminierend empfunden und hatte sich 70 Beschwerden eingehandelt. Die Medienwächter sahen die Grenze der Meinungsfreiheit allerdings nicht überschritten. Wagner hatte unter anderem geschrieben, er fühle sich bei der Gleichstellung der Homo-Ehe mit der „Papa-Mama-Baby-Ehe“ nicht wohl. „Früher wurden Homosexuelle in Deutschland zu Gefängnis verurteilt“, hieß es bei Wagner. (dpa)