Eine Krise jagt die andere. Erst die Krise in der Ukraine, dann Ebola, der Irak und nun Syrien – um nur von den großen Katastrophen zu reden. Doch keine der Krisen ist vorüber, wenn sie aus dem Fokus gerät. So liefert etwa Russland nach wie vor kein Gas an die Ukraine. Da nun die Heizperiode beginnt, kann das noch üble Folgen haben. Es ist zudem höchst fraglich, in wieweit die vereinbarte Waffenruhe eingehalten wird. Und dann haben die Separatisten auch noch angekündigt, am 2. November in der von niemandem anerkannten Volksrepublik Donezk eine Parlamentswahl abzuhalten. Sie zeigen kein Interesse an einer Entspannung der Lage.

Die Süddeutsche Zeitung macht dafür Wladimir Putin verantwortlich: „Von Anfang an waren die Separatisten eine Kreatur des Kreml. Sie wurden unter anderem von Igor Girkin-Strelkow gesteuert, einem Offizier des russischen Militärgeheimdienstes, und sie werden es heute von Alexander Sachartschenko, der sich im August damit brüstete, den Rebellen kämen aus Russland 1 200 Kämpfer und bis zu 150 Panzerfahrzeuge zu Hilfe. Auch die nun angesetzte Wahl ist in Moskau erdacht. Diese Imitation einer Wahl ist, nach einem illegalen, massiv manipulierten und gefälschten Referendum im Mai, der zweite Schritt, mit dem der Kreml seinem Krieg und dem Ausweiten von ‚Neurussland‘ ein propagandistisches Deckmäntelchen überhängen will.“ Da Hunderttausende Ostukrainer geflohen seien, bringe der 2. November so nur eine weitere Farce.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.