Neben den schwierigen Rechtsfragen, die der Fall Edathy weiterhin aufwirft, zeigt sich, wie rissig das politische Regierungsbündnis ist, das doch erst vor kurzem so kraftstrotzend die Geschäfte in Berlin übernommen hatte. Erstaunlich erfrischend stellt Rudolf Erhardt vom Bayerischen Rundfunk auf br.deklar, dass dabei parteipolitische Kränkungen nicht im Vordergrund stehen sollten. „Um eine Unschuldsvermutung erhärten oder widerlegen zu können müssen die Ermittler ungestört und ohne öffentliches Wissen arbeiten können. Gerade im Dunstkreis der Kinderpornografie ist das bitter nötig. Friedrich hat da als damaliger Bundesinnenminister den ersten Fehler gemacht, die SPD die nächsten, wohl folgenschwereren. Das muss aufgeklärt werden, darüber muss geredet werden, aber bitte ohne politisches Geschwätz, ohne öffentliche Mutmaßungen, Schuldzuweisungen und gegenteilige Beteuerungen. Der Ärger der CSU über Friedrichs Rausschmiss wirkt aufgesetzt und das Bedauern der SPD scheinheilig. Merkel, Gabriel und Seehofer haben jetzt ein Problem. Das sollten sie schnell lösen.“

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