PROF. DR. JÜRGEN EHLERS, Emeritus am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Golm, erhält die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Mit der Medaille, die seit 1929 jährlich verliehen wird, würdigt die DPG hervorragende Leistungen in der theoretischen Physik. Jürgen Ehlers wird insbesondere für seine Beiträge auf dem Gebiet der Einstein schen Gravitationstheorie und der Aufklärung bestimmter Schwerkraftphänomene im All ausgezeichnet. Bereits in seiner Dissertation beschäftigte sich Ehlers mit der Theorie der so genannten Schwarzen Löcher im Weltraum. Unter anderem gelang es ihm, den "point of no return" zu definieren. Das ist der Punkt in der Nähe des Zentrums eines Schwarzen Lochs, an dem die Schwerkraft so stark wird, dass nicht einmal Licht entkommen kann. Nach Studium, Dissertation und Habilitation in Hamburg ging Ehlers in den sechziger Jahren in die USA, um dort seine Forscherkarriere fortzusetzen. 1971 nahm er einen Ruf an das Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik in München an. 1994 gründete die Max-Planck-Gesellschaft auf seine Anregung hin das Albert-Einstein-Institut für Gravitationsphysik in Golm bei Potsdam. Ehlers wurde 1995 erster Direktor dieses Instituts, das er bis 1998 leitete. (tr. )