Sie sollen Gräber schänden, Männer umbringen, Frauen vergewaltigen und Exkremente in Schwimmbädern hinterlassen: Diese und andere Gerüchte über Flüchtlinge werden seit etwa Mitte 2015 im Netz verbreitet. Das ging Karolin Schwarz aus Leipzig auf die Nerven. Sie hat die Behauptungen gesammelt, die über Asylsuchende in die Welt gesetzt werden, und auf www.hoaxmap.org veröffentlicht – inklusive der Widerlegungen dieser Unwahrheiten. „Hoax“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Täuschung, Trick, Streich oder auch falscher Alarm.

Mit der Karte hofft sie, Argumentationshilfen gegen die Falschmeldungen zu liefern. „Und dann ist es natürlich interessant, zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Nehmen die Gerüchte zu? Gibt es inhaltliche Zusammenhänge oder regionale Schwerpunkte?“, sagt Schwarz, die erst vor zwei Wochen gemeinsam mit ihrem Freund begonnen hat, die Daten zu sammeln.

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