Die Bundesregierung hat die Bitte des Whistleblowers Edward Snowden nach Asyl abgelehnt - doch nun regt sich in Berlin Protest. Am Brandenburger Tor soll am Donnerstagabend vor der Amerikanischen Botschaft und vor dem Kanzleramt demonstriert werden. Aufgerufen haben unter anderem der Chaos Computer Club Berlin und die Piratenpartei Deutschland.

Im Aufruf heißt es: "Edward Snowden hat aus politischen Motiven gehandelt, um gravierende Missstände ans Licht zu bringen. Er muss befürchten in den USA keinen fairen Prozess zu bekommen. Denkt man an das, was Bradley Manning passiert, dann sind seine Befürchtungen berechtigt. In den USA droht ihm lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe. Wir fordern die Bundesregierung Deutschland auf, dem Whistleblower Edward Snowden in Deutschland politisches Asyl zu gewähren."

Der Protest beginnt um halb sechs vor der Amerikanischen Botschaft, von dort soll es über den Pariser Platz / Brandenburger Tor, Yitzhak-Rabin-Straße und Heinrich-von-Gagern-Straße zum Kanzleramt gehen.

Proteste auch in den USA

Auch in den Vereinigten Staaten sind Proteste geplant: An über hundert Orten werden heute am Unabhängigkeitstag gegen Überwachung protestiert werden. Die Aktionen laufen unter dem Slogan "Restore the Fourth". Damit beziehen sie sich auf den Zusatz zur US-Verfassung, der allen BürgerInnen ein Recht auf die Unversehrtheit ihrer Privatsphäre garantieren soll. (BLZ)