Der Anfang war zäh, doch inzwischen wird mit einem hohen Tempo verhandelt: 71 Tage standen Beate Zschäpe und ihre vier Mitangeklagten in diesem Jahr im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München.

Bislang sind alle neun dem NSU-Trio vorgeworfenen Morde an Migranten eingeführt, inklusive der Aussage von Zeugen. Auch die Zschäpe vorgeworfene Brandstiftung am Zwickauer Versteck des Trios ist zu einem großen Teil verhandelt.

Es fehlen noch der zehnte Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, die zwei Bombenanschläge in Köln und die Raubüberfälle, die die mutmaßlich durch Suizid gestorbenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verübten, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren.

Für 2014 sind nun bereits 118 Termine angesetzt. Obwohl die meisten Taten bereits behandelt sind, geht eine Gerichtssprecherin nicht davon aus, dass weniger Tage nötig sind. (dpa)