Auf einem Bahnhof wie dem der anhaltinischen Kreisstadt Bernburg kommen Reisende gern an. Breite helle Bahnsteige gibt es hier, saubere Sitzbänke, geputzte Fenster im Bahnhofsgebäude. Geht man durch den liebevoll restaurierten Ziegelsteinbau hindurch zum Bahnhofsvorplatz, befindet sich linkerhand der Döner-Imbiss „Ali Baba“. Ein großer, einladend wirkender Laden, der an seinen Glastüren mit „prämierter Spitzenqualität“ seiner Döner wirbt.

Aber der Imbiss ist an diesem Februar-Mittag leer. Kein Gast sitzt im Geschäft, keine Laufkunden holen sich ihr Mittagessen. „Seit dem Überfall im September kommen weniger Gäste in unseren Imbiss“, sagt Yazir. „Es ist, als hätten die Menschen Angst vor diesem Ort.“ Traurig schaut der 34-jährige Kurde, der seit seinem 20. Lebensjahr in Bernburg lebt, vor sich hin. „Ich habe auch diese Angst“, sagt er dann. Deshalb bittet er auch darum, dass sein richtiger Name nicht in der Zeitung veröffentlicht wird.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.