Kostenlos und für Kinder: Diese Berliner Museen sollten Sie mal besuchen

Herbstferien in Berlin: Sechs coole Museen, in denen Kinder Spaß haben, was lernen und erleben – und für die man keinen Eintritt zahlen muss.

Da war es noch im Werden: Ein Künstler arbeitet an einem Elefanten der begehbaren Arche Noah in der Kinderwelt des Jüdischen Museums.
Da war es noch im Werden: Ein Künstler arbeitet an einem Elefanten der begehbaren Arche Noah in der Kinderwelt des Jüdischen Museums.dpa-Zentralbild

Ferien in der eigenen Stadt können so schön sein – wenn man weiß, wo und wie man sie am besten mit den Kindern oder Enkeln verbringt. Wir hätten ein paar Tipps und Ideen, wie Sie die Herbstferien zu einer ganz besonderen Zeit machen, ohne dabei viel Geld auszugeben. Denn einige der spannendsten Kindermuseen Berlins verlangen keinen Eintritt.

Aber natürlich müssen Sie nicht hier wohnen, um davon zu profitieren. Auch allen Berlin-Besucherinnen und -Besuchern seien diese ganz besonderen Perlen wärmstens empfohlen.

Kreuzberg: Anoha im Jüdischen Museum

Die Kinderwelt im Jüdischen Museum heißt Anoha, ein abgewandeltes Kürzel für die Arche Noah, um die sich hier alles dreht. Aufgebaut ist ein riesiges, kreisrundes Boot mit 150 fantasievoll gestalteten Tieren. Diese wurden von Künstlerinnen und Künstlern aus wiederverwendeten Materialien hergestellt – Nachhaltigkeit ist also auch hier ein Thema.

Kinder zwischen drei und zwölf Jahren können nicht nur gucken und lernen, sondern ebenso klettern, rutschen und erkunden. Toll: Der Eintritt ins Jüdische Museum ist generell kostenfrei, auch für Erwachsene.

Adresse: Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz, 10969 Kreuzberg. Vom U-Bahnhof Kochstraße/Checkpoint Charlie (U6) sind es fünf Minuten zu Fuß.
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Mitte: Museum für Kommunikation

Rohrpost, die ersten Handys, Roboter, Faustkeil, Chiffriermaschine und Postkutsche. Das Museum für Kommunikation erzählt auf 3000 Quadratmetern und anhand von 2000 Objekten, wie man damals und heute kommuniziert(e). Das ist wirklich faszinierend! Aber auch das Gebäude selbst, ein prunkvoller Altbau aus dem späten 19. Jahrhundert, lässt staunen. Zu DDR-Zeiten war hier das Postmuseum untergebracht.

Es gibt in der Ausstellung diverse interaktive Stationen, die mithilfe eines sogenannten Touch Pens aktiviert werden können. Diesen gibt’s an der Kasse. Zudem hat das Museum eine eigene App, die unter anderem drei Audio-Touren zu bieten hat. Kinder bis 17 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen sechs Euro (ermäßigt drei Euro).

Adresse: Leipziger Str. 16, 10117 Mitte. Von der Bushaltestelle Leipziger Straße/Wilhelmstraße (Bus 200, 300, M48) sind es vier Minuten zu Fuß, vom U-Bahnhof Stadtmitte (U2, U6) fünf Minuten.

Öffnungszeiten: dienstags 9 bis 20 Uhr, mittwochs bis freitags 9 bis 17 Uhr, an den Wochenenden sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr.

Spandau: Ankersteine-Museum

Das ist mal was ganz Neues, auch wenn es eigentlich schon sehr alt ist: Ankersteine! Noch nie gehört? Das sind 3D-Bauklötze, die aus Naturmaterialien hergestellt werden. Es gibt über 1200 Formen. In der Spandauer Wilhelmstadt befindet sich nicht nur die umfangreichste Ankerstein-Sammlung, sondern auch eine Reihe von wechselnden, detailgetreu nachgebauten Architektur-Highlights: die Oberbaumbrücke, das Haus des Lehrers, aber auch Stadtteile und Straßenzüge.

Wer mag, kann sich selbst als Bauherr oder Bauherrin probieren und mit den Steinen tüfteln. Das privat betriebene Museum ist ein wirklich ganz besonderer Ort in der Berliner Ausstellungslandschaft. Der Eintritt ist auch für Erwachsene frei.

Adresse: Pichelsdorfer Str. 86, 13595 Spandau. Von der Bushaltestelle Betckestraße (Bus 131, M36) sind es drei Minuten zu Fuß, vom Bahnhof Spandau etwa 20 Minuten.
Öffnungszeiten: dienstags von 10 bis 16 Uhr sowie nach individueller Absprache. Der Betreiber (Jahrgang 1937!) hat auf seiner Homepage seine Handynummer sowie die Mail-Adresse vermerkt.

Moabit: Classic Remise

Egal, ob man nun ein Fan des motorisierten Fahrens ist oder nicht: Dem Charme echter Oldtimer kann sich kaum jemand entziehen. In einem alten Straßenbahndepot, ein Industriedenkmal, werden die alten Schätze geparkt, gewartet und gepflegt. Neben vielen Werkstätten können nämlich auch Privatmenschen ihre vier- und zweirädrigen Lieblinge abstellen. Und jeder, der mag kann zum Angucken vorbei kommen.

Übrigens: Früher hieß die Classic Remise „Meilenwerk“.

Adresse: Wiebestraße 36/37, 10553 Moabit. Vom S-Bahnhof Beusselstraße (Ringbahn) sind es 11 Minuten zu Fuß.
Öffnungszeiten: montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 20 Uhr.

Schöneberg: Jugendmuseum

Das Jugendmuseum Schöneberg zeigt, wie altersgemäße Wissensvermittlung funktioniert. In einer multimedialen Ausstellung werden die Geschichte und Kultur Berlins erklärt, allerdings mit einem Schwerpunkt auf interkulturelle Aspekte. Die Dauerausstellung „Wunderkammern, Wunderkisten“ ist preisgekrönt und besteht aus 27 Kisten, die mit historischen Exponaten befüllt sind.

Es geht in dem Museum also weniger ums Angucken und Durchlesen, sondern um handfeste Erfahrungen, das Wühlen in den Kisten. In einem anderen Teil des Jugendmuseums wird die Geschichte Berlins anhand von Schicksalen nachvollziehbar. 14 individuell eingerichtete Zimmer können besucht, die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner mittels Videoaufzeichnungen kennengelernt werden.

Adresse: Hauptstr. 40, 10827 Schöneberg. Vom S-Bahnhof Schöneberg (S1, S2, S26, Ringbahn) sind es neun Minuten zu Fuß.
Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr.

Tempelhof: Kindermuseum unterm Dach

Essen müssen wir alle. Und wir alle wollen was Leckeres und eigentlich auch was Gesundes essen. Doch wie geht das? Was ist gesundes Essen? Woher kommen unsere Lebensmittel, und was macht unser Körper mit ihnen?

Das Kindermuseum unterm Dach geht allen möglichen Fragen rund um Ernährung nach und erklärt diese kindgerecht. Passend dazu werden auch Koch-Workshops angeboten. Zur Ausstellung gehört unter anderem auch ein Gewächshaus. Ziel ist es, den Kindern zu zeigen, wie Nahrungsproduktion funktioniert, was womit zusammenhängt. Das ist auch für (Groß-)Eltern spannend.

Adresse: Steinstraße 41, 12307 Tempelhof, vier Fußminuten vom S-Bahnhof Lichtenrade (S2) entfernt.

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.