Die Landesverbände der eurokritischen Alternative für Deutschland debattieren, ob sie eine Unterwanderung ihrer Partei durch Rechtspopulisten unterbinden müssen. „Es lässt sich leider nicht leugnen, dass sich in mehreren Ländern systematisch rechte Gruppen formieren, die auf Inhalte und Image unserer Partei Einfluss nehmen wollen“, sagte der Hamburger AfD-Sprecher Jörn Kruse dem Spiegel. Im Verhältnis zu 16.000 AfD-Mitgliedern sei die Zahl rechter Agitatoren zwar sehr klein, diese seien dafür aber „gut vernetzt und sehr aktiv“. „Wenn wir nicht handeln“, warnt Kruse, „könnten diese Leute unbehelligt Unterstützer für die Parteitage nach der Wahl sammeln.“

Tatsächlich bestätigte sogar der Bundeschef der rechtspopulistischen und islamfeindlichen Splitterpartei, der Berliner Ex-CDU-Politiker René Stadtkewitz, die Abwanderung zur AfD. Von den 2600 Mitgliedern der „Freiheit“ seien bereits 350 Mitglieder zur Alternative für Deutschland gewechselt. Dort besetzen sie Posten in mehreren Landesvorständen und kandidieren auf Landeslisten.

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